Stellungnahme
Der Stadtjugendring Mannheim e. V. schlieĂt sich den aktuellen Stellungnahmen aus der Mannheimer Zivilgesellschaft an und verurteilt den rassistischen und antimuslimischen Angriff durch einen mehrteiligen Social Media Post einer GemeinderĂ€tin von Ende August aufs SchĂ€rfste.
Als Arbeitsgemeinschaft der Mannheimer JugendverbĂ€nde vertreten wir die Interessen von rund 42.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Wir stehen fĂŒr eine vielfĂ€ltige, demokratische und solidarische Stadtgesellschaft, in der alle Menschen unabhĂ€ngig von Herkunft, Religion oder Lebensweise respektvoll und gleichberechtigt zusammenleben können.
Umso unverstĂ€ndlicher und inakzeptabler ist es, wenn ein Mitglied des Mannheimer Gemeinderats sowie des Jugendhilfeausschusses Menschen muslimischen Glaubens öffentlich diffamiert und herabwĂŒrdigt. Ein kommunales Mandat bringt eine besondere Verantwortung fĂŒr das gesellschaftliche Klima und das demokratische Miteinander in unserer Stadt mit sich.
Rassismus, Muslimfeindlichkeit und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit dĂŒrfen nicht unwidersprochen bleiben. Sie verletzen die WĂŒrde der Betroffenen und gefĂ€hrden das respektvolle Zusammenleben in Mannheim.
Wir fordern daher von Politik und Verwaltung eine klare politische Haltung und Konsequenzen fĂŒr dieses Verhalten. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass rassistische und antimuslimische ĂuĂerungen von MandatstrĂ€ger*innen ohne Folgen bleiben.
Mannheim ist eine Stadt der Vielfalt. Diese Vielfalt gilt es zu schĂŒtzen und gemeinsam zu verteidigen.
#Statement zum Angriff auf dem Mannheimer Marktplatz
Wir trauern um den Tod des Polizisten Rouven L. und hoffen auf eine baldige Genesung der vielen Verletzten nach dem Messerangriff am vergangenen Freitag.
Wir wehren uns gegen die Instrumentalisierung dieser Tat fĂŒr antimuslimischen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.
In der Arbeitsgemeinschaft der JugendverbÀnde arbeiten wir sehr erfolgreich an einem gelingenden Zusammenleben aller Mannheimer*innen.
Wir wenden uns strikt dagegen, Muslim*innen in unserer Gesellschaft unter Generalverdacht zu stellen.
Dabei finden wir auch den daraus folgenden populistischen Diskurs und die Forderung nach vermehrten Abschiebungen sehr erschreckend.
Diese Tat darf nicht Auslöser von mehr Gewalt, mehr Ressentiments und mehr gesellschaftlicher Spaltung sein.
Vielmehr gilt es nun noch stÀrker in gegenseitiges VerstÀndnis, SolidaritÀt und ein gelingendes Zusammenleben zu investieren.
Mannheim hÀlt zusammen.