refresh & recover – Neue Stärke für Jugendverbände

In Jugendverbänden lernen und leben junge Menschen Selbstorganisation, sie tragen gemeinschaftlich und gemeinsam Verantwortung für Trainings und Gruppenstunden, auf Freizeiten und Zeltlagern, in Wettkämpfen und auf Seminaren. Hier lassen sich junge Menschen kennenlernen, die hochgradig teamfähig, kommunikationsstark und selbständig sind.

Die Maßnahmen, die zur Pandemiebekämpfung ergriffen wurden, haben eine Grundlage dieser Selbstorganisation stark eingeschränkt bzw. verhindert. Gruppenprozesse, Kennenlernen, Freundschaften schließen haben ohne direkte Begegnung fast nirgendwo funktioniert. Wie in vielen anderen Bereichen kam auch die selbstorganisierte Jugendarbeit zum Stillstand.

In 2022 stellte sich die Frage, wie die Verbände durch die Pandemie gekommen sind, welche Probleme bestanden, welche Problemlagen die Verbände während und nach den Einschränkungen erlebten und wie sie in der Bewältigung bestenfalls zu unterstützen sind. Aus dieser Fragestellung entstand das Projekt „refresh & recover“. Im Herbst 2022 konnte das Projektteam einen Bericht vorlegen, in dem sie ihre Befragungsergebnisse und Handlungsempfehlungen darstellen.

Das Projekt wird aus Mitteln des Gemeinderats Mannheim gefördert und wurde Ende 2022, mit dem Ziel die Verbandsstrukturen in Mannheim nachhaltig zu stärken, bis Ende 2024 verlängert.

Resultierend aus dem 2022 erstellten Bericht hat das Projekt derzeit vor allem zwei Schwerpunkte. Hauptaugenmerk liegt auf der Bekanntmachung der Verbände unter der Studierendenschaft und den Auszubildenden Mannheims sowie das Aufzeigen der Möglichkeiten sich selbstverwaltet ehrenamtlich für Kinder und Jugendliche zu engagieren. Außerdem verfolgt das Projekt die Vereinfachung der internen Kommunikations- und Engagement-Möglichkeiten im Stadtjugendring selbst.)

Im April 2024 erhielt das Projekt gemeinsam mit der Sportkreisjugend den Sonderpreis des Projektwettbewerbs „Gemeinsam Neues schaffen“ der BASF.

Für mehr Informationen oder bei Fragen zu „refresh & recover sind wir über folgende Mailadresse zu erreichen: engagement@sjr-mannheim.de 

Der Stadtjugendring Mannheim e.V. führt regelmäßig Fortbildungsangebote durch. Dazu gehören die Angebote zur JuLeiCa-Verlängerung, aber auch sonstige Fort- und Weiterbildungsangebote. Wir kooperieren dabei mit den Stadtjugendringen Weinheim und Heidelberg, dem Kreisjugendring Rhein-Neckar und dem Kreisjugendring Karlsruhe-Land. Die Schulungen sind in der Regel kostenlos und können zu der Verlängerung der JuLeiCa genutzt werden. Alle Angebote findet ihr unter: www.vereinswerkstatt.de

Neben den großen, immer wieder kehrenden und fast zeitlosen Schwerpunkten nimmt sich der Stadtjugendring auch immer wieder besonderer aktueller Themen an. Sei es im Zusammenhang mit dem Klimawandel und dem Bau des Block 9 am Großkraftwerk („Kohle für die Jugend“), der Konversion großer Kasernenflächen nach dem Abzug des amerikanischen Militärs („Mannheims weiße Flächen“) oder der Kinderarmut („Kochen mit Kids“ und „Ferienpate“). Dabei kommen die Impulse für die einzelnen Themen in der Regel aus den Reihen unserer Mitgliedsverbände. Sie planen und stecken den Rahmen ab und die Geschäftsstelle bzw. das Bildungsreferat  übernimmt dann die Koordination. Gemeinsam erzeugen wir eine weitaus größere Wirksamkeit als es ein einzelner Verein je schaffen könnte!

Jugendverbandsarbeit und Ferienfreizeiten gehören einfach zusammen. Viele unserer Mitgliedsverbände machen tolle Ferienangebote. Die Angebote unserer Mitgliedsverbände findest du auf deren Internetpräsenz, auf der Mannheimer Ferienplattform oder auf der Seite des Jugendnetz Baden-Württemberg. Damit alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig vom Einkommen Ihrer Eltern an Ferienangeboten teilnehmen können, hat der Jugendpolitische Ausschuss des Stadtjugendrings bereits 2008 das Projekt Ferienpate ins Leben gerufen, das von der Geschäftsstelle betreut wird. Ziel war und ist es, einen Beitrag gegen Kinderarmut und finanzielle Benachteiligung zu leisten. Um dieses Ziel jedes Jahr einen Schritt näher zu kommen sammelt der Ferienpate Spenden von Firmen und Privatpersonen und kann so die vielen, tollen Ferienfreizeiten für finanziell benachteiligte Kinder finanzieren. Über 1.000 Kindern und Jugendlichen konnte in diesen 13 Jahren also die Teilnahme am breiten Ferienfreizeitangebot der Jugendverbände ermöglicht werden. Sommer, Sonne, Unbeschwertheit – der Ferienpate hat dies möglich und viele Kinder und Familien sehr glücklich gemacht. Ohne die Bereitschaft der Verbände, die dem Ferienpaten Plätze zur Verfügung stellten, wäre das nicht zu realisieren gewesen. Wir sind darauf auch ein kleines bisschen stolz und freuen uns auf weitere Jahre mit diesem tollen Projekt und die Kommunikation mit euch, den Verbänden, den Ermöglicher*innen! Noch fragen? Dann schreibt uns einfach eine Mail!

Der Stadtjugendring leistet einen Beitrag für ein gelingendes Zusammenleben in Vielfalt und begreift das Thema transkulturelle Öffnung als Querschnittaufgabe der Gesellschaft und insbesondere junger Menschen. Um die Interessen aller jungen Menschen gut repräsentieren zu können und der Vielfalt unserer Gesellschaft gerecht zu werden engagieren wir uns zusammen mit unseren Mitgliedsverbänden für die Anerkennung von Vielfalt und engagieren uns in unterschiedlichen Arbeitskreisen und Ausschüssen. Der Stadtjugendring hat u.a. die Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt unterzeichnet, ist Mitinitiator des Mannheimer Demokratiepreises und Mitglied im Bündnis Mannheim gegen Rechts. Darüber hinaus initiieren wir regelmäßig ganz unterschiedliche eigene Projekte wie z.B. den intereligiösen Dialog oder das Projekt SLAM (from Silence to Language to Action in Mannheim).

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Erinnerungsarbeit und die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus sind elementare Themen für den Stadtjugendring. Sie muss dazu beitragen, das Geschehene besser zu verstehen, und vor allem die Opfer nicht zu vergessen. Erinnerung bedeutet gleichzeitig für die Gegenwart und Zukunft zu lernen. Der Stadtjugendring ist in Mannheim immer wieder Mitinitiator und Teilnehmer bei Studienfahrten und Projekten der Erinnerungsarbeit. Beispielhaft genannt dafür sei das gemeinsam mit der Stadt Mannheim, dem MArchivum und dem BDKJ getragene Projekt „Souvenir de Gurs“. Der Stadtjugendring hat den Aufbau der KZ-Gedenkstätte Sandhofen in Mannheim mit auf den Weg gebracht und hat seitdem die Geschäftsführung des Vereins „KZ-Gedenkstätte Sandhofen e.V.“ übernommen. Wir unterstützen junge Menschen auf nahezu allen Ebenen des ehrenamtlichen Engagements. Sei es mit Hilfestellung bei einer Vereinsgründung oder bei dessen Weiterentwicklung. Auch persönlich können sich junge Menschen weiterentwickeln und qualifizieren, denn wir bieten zahlreiche und meist auch kostenlose Fortbildungen an. Dazu haben wir uns mit den Jugendringen aus Heidelberg, Weinheim, dem Rhein-Neckar-Kreis und Karlsruhe Land zusammengetan, um ein vielfältiges Programm bieten zu können. Um die Wahrnehmung und Wichtigkeit der Jugendverbandsarbeit in der Öffentlichkeit zu erhöhen, haben wir gemeinsam mit unseren Mitgliedsverbänden eine Imagekampagne entwickelt. Ein Teil davon ist die Kampagne „Made in Mannheim“. Hier erzählen junge Menschen, wie sie der Jugendring und die Jugendverbandsarbeit weitergebracht haben.
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