Gedenken alleine reicht nicht - es braucht mehr!

Bundesweit haben sie am vergangenen Samstag (19.02.) stattgefunden, die Gedenkveranstaltungen zum zweiten Jahrestag der Ermordung von neun Menschen in Hanau durch einen rassistischen Attentäter.
Und mittlerweile wurde von der Bundesregierung der 11. März zum nationalen Gedenktag erklärt.

Aber reicht das? Eine Stunde Gedenken und dann wieder Alltag? Ändert das etwas in unseren Köpfen? Sind wir damit befreit von der Pflicht, uns täglich mit Rassismus und dessen Auswirkungen zu beschäftigen?

Die Realität gibt darauf eine klare Antwort. Denn während über die Täter (männlich geschriben, weil eben fast ausschließlich männlich) allzu oft gesprochen und geschrieben wird und sie dadurch immer wieder eine Bühne geboten bekommen, verschwinden die Opfer und deren Angehörige aus dem Fokus.

Das wollen wir ändern und richten deshalb in Kooperation mit DOMID e.V. aus Köln am 9. April den Blick genau in diese Richtung. Wie ergeht es Angehörigen nach einem Anschlag? Wie werden sie wahrgenommen, von Behörden und er Öffentlichkeit behandelt und unterstützt?
Diese und noch mehr Fragen werden von Referenten beantwortet, die selbst viel Leid erlebt haben. Sei es Ibrahim Arslan, der vor 30 Jahren beim Brandanschlag in Mölln glücklicherweise überlebt, aber viele Angehörige verloren hat oder sei es Çetin Gültekin, dessen Bruder dem Attentat von Hanau zum Opfer gefallen ist.

Am 9. April habt ihr bei uns im Jugendkulturzentrum forum die Gelegenheit, im direkten Austausch einen Einblick in die unbekannten Seiten von Rassismus zu erhalten.
Anmeldungen sind bis 30. März nur online über die Vereinswerkstatt möglich.

Der Flyer zum Workshop steht hier zum Download zur Verfügung, eine Datenschutzerklärung ist ebenfalls verfügbar.